Frage der Woche 18


Vertrauen - Der Schlüssel für ein wunderbares Leben


Wir unterscheiden meistens zwischen zwei Arten von Vertrauen, dem Selbstvertrauen und dem Vertrauen in Andere, in das Außen.

Für uns ist die Grundlage für ein Leben hier auf Erden das Selbstvertrauen oder auch Grundvertrauen, mit dem wir auf die Welt kommen. Es wird nicht von den Eltern produziert, es ist von Anfang an da – einfach da, fest verankert.

Im Selbstvertrauen oder Urvertrauen zu sein, bedeutet nicht, dass man glaubt alles zu schaffen oder das alles gut ausgeht. Es bedeutet, dass wir in unsere Fähigkeit vertrauen, mit dem Umzugehen, was das Leben uns bietet.


Ganz tief ist in uns wissen wir alle, das wir hierhergehören, willkommen sind und eine Aufgabe haben. Es gibt diesen unzerstörbaren Teil in uns, und Ja, es kann durch Erfahrungen verschüttet werden. Und Ja, wir können diesen Teil wieder frei räumen und erwecken.


„Vertrauen ist das Schlüsselwort für alle Beziehungen. Ob in Freundschaft oder in der Liebe. Ohne Vertrauen kann nichts Echtes entstehen.“

Osterwind


Misstrauen ist nur gelernt, durch Erfahrungen, die wir mit unseren Mitmenschen und dem Leben machen. Durch folgende Lebensumstände können wir den Zugang zu unserem Grundvertrauen, der eigenen Stimme verlieren.

Wir werden allein gelassen. Vor allem in der frühen Kindheit.

Zusagen und Versprechen werden immer wieder nicht eingehalten.

Wir sind nie genug, nie richtig. Werden den Anforderungen und Erwartungen der anderen nie gerecht.

Wir wachsen überbehütet auf, dürfen keine eigenen Erfahrungen machen, nichts ausprobieren.

Unsere Gefühle werden nicht gehört oder heruntergespielt.

Sind der Spielball der Erwachsenen.


„Nichts kann einen Menschen mehr stärken, als dass man ihm Vertrauen entgegenbringt.“

Adolf von Harnack


Wie recht er hat. Für unsere Identitätsbildung ist das Vertrauen eine wichtige Grundlage. Ob wir uns weiterhin selbst vertrauen oder anderen Menschen, dass lernen wir sehr früh in der Gemeinschaft der Familie. Nicht nur durch unser eigenes Erleben, sondern auch durch die Vorbildfunktionen der Erwachsenen.


Was bedeutet Vertrauen für mich?

Eine Frage, über die es sich lohnt nachzudenken. Und wie das mit Fragen so ist, tauchen meistens neue Fragen auf :)

Zum Beispiel: Vertraue ich Institutionen, Menschen aus mir heraus, oder weil ich es gelernt habe?

Wo und Wem misstraue ich? Habe ich die Erfahrungen selbst gemacht oder gelernt?

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Judith Menne  - Neue Straße 26 - 30989 Gehrden - 05108-92 56 43

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