Hallo Worte ...



"Die Genesung der Seelen wird vollbracht durch den Gebrauch eines gewissen Zaubers. Und dieser Zauber sind angemessene Worte."

Sokrates


Worte können berühren, Vertrauen schenken, trösten, klären, öffnen, beruhigen, entlasten, Verständnis zeigen, Sicherheit geben, aufmuntern - Worte können heilen.



Umgekehrt können Worte aufregen, beunruhigen, Stress erzeugen, Hoffnung nehmen, belasten, verwirren, einem sogar „die Luft abschnüren“ und das „Herz brechen“ - Worte können krank machen.


Sprache und Worte wirken immer.

Je nachdem, wie wir Sprache verwenden, hat sie eine stärkende oder eine schwächende Wirkung. Ein anerkennendes Wort fühlt sich einfach besser an, als ein verletzender Satz.


Worte sind nicht nur die Aneinanderreihung von Buchstaben.

Sie sind der „Transporteur“ unserer Gedanken und spiegeln unserer Innenleben wider. Die Worte, die wir gebrauchen, wenn wir von etwas sprechen, zeigen wie wir denken, fühlen und handeln. Worte, wie „vielleicht“, „mal sehen“, wahrscheinlich oder ich „ich müsste mal“ zeugen nicht von zielorientiertem Handeln. Genauso können Worte, wie „ich muss“, „du musst“, „ich mach mal schnell“ sehr viel Druck aufbauen. Bei uns selbst und auch bei den anderen. Sprache hat einen starken Einfluss auf unser aller Wohlbefinden.

Worte hinterlassen emotionale und körperliche Spuren, auch bei uns selbst. Sie wirken immer, entweder aufbauend oder kränkend, Mut machend oder tief verletzend.

Mittlerweile bestätigen Forscher, dass Worte unser Denken und Fühlen prägen. Wer jemals eine Liebeserklärung bekommen hat, weiß, wie Sprache berühren kann. Mit Worten können wir uns und andere groß oder klein machen. Sprechen wir beispielsweise über etwas, wofür wir uns schämen, löst das nachweislich Stress-Symptome in unserem Körper aus. Genauso verhält es sich mit Worten, die Angst auslösen.


Mit unseren Worten beeinflussen wir uns und andere Menschen

Welche Worte tun mir gut?

Viele Redewendungen, die wir im täglichen Miteinander verwenden, sind negativ formuliert: „Ich bin kaputt!“, „Ich kann nicht mehr!“, „Was kann ich gegen meine Schmerzen machen?“ „Ich muss ausmisten“ „Das habe ich schon hundertmal erklärt!“ „Mach keinen Blödsinn!“ …

Selbst wenn wir etwas positiv meinen, benutzen wir Bemerkungen wie: „Kein schlechter Gedanke“, „Ich kann nicht klagen“, „Du hast nicht ganz Unrecht“, „Natürlich helfe ich Ihnen, kein Problem.“, „Da kann man nicht meckern“. …

Wie fühlen wir uns, wenn wir die Dinge einmal anders auszudrücken?


Unser innerer Dialog findet auch mit Wörtern statt

Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken, wusste schon Samuel Johnson (1709 – 1784), ein englischer Sprachforscher.


Ein Wort ist immer ein „Richtungsweiser“ für das Gehirn. Es sorgt dafür, dass das Gehirn in eine ganz bestimmte Richtung denkt.

Worte, wie „es ist schwer“, „ich glaube nicht“, „es ist unmöglich“, „so etwas geht nicht“, „ich hasse es“, „ich verstehe das nicht“, „ich bin inkompetent“….

senken die Motivation und fördern den Zweifel an uns selbst.

Und dann gibt es Worte, die uns stärken, uns ermutigen. Solche Worte sind z.B.: „ich kann“, „ich werde“, „ich tue“, „ich schaffe es“, „ich bin fähig“, „ich lerne es“ „ich vertraue mir“, „ich kreiere es“,“ es ist möglich“, „es ist machbar“, „ich setze mich dafür ein“, „ich mache es gerne“ …

Worte, die Energie geben, fördern die Motivation und das Vertrauen in uns.

Schöne, wohltuende Worte sind kleine Schritte zur Veränderung.


Auszug aus dem Buch „Words Can Change Your Brain“ von Newberg und Waldman:

„Nutzen wir mehr positive Wörter als negative, aktivieren wir die Teile des Gehirns, die für die Motivation verantwortlich sind und sogar die für die motorischen Abläufe, also jene, die uns in Bewegung bringen, handeln lassen.

Unsere Forschung hat gezeigt: Je länger wir uns auf positive Wörter konzentrieren, umso mehr werden davon auch andere Hirnregionen beeinflusst.

Funktionen im Parietallappen beginnen sich zu verändern und damit, wie wir uns und andere Menschen wahrnehmen. Sehen wir uns selbst positiver, wird automatisch auch unser Blick auf die anderen freundlicher – während ein negatives Selbstbild uns andere kritisch sehen und an ihnen zweifeln lässt.

Über die Zeit verändert sich je nach den Wörtern, die wir überwiegend benutzen, auch die Struktur des Thalamus – und wir glauben, dass sich damit auch unser Wahrnehmen der Realität wandelt.“

Der Kopf ist rund, damit die Gedanken ihre Richtung ändern können.

Noch mal die Autoren:

„Durch intensives Wiederholen positiver Worte, positiver innerer Bilder und Gefühle können sogar jene, die genetisch eher zum Unglücklich sein neigen, ihr Gehirn neu strukturieren und eine optimistischere Einstellung zum Leben gewinnen.“

Nutzen Sie diesen Selbstorganisationsmechanismus zu Ihrem Vorteil. Wie? Indem Sie sich auf positive Worte, Gedanken und Selbstgespräche fokussieren. Ihr Gehirn wird Ihnen jetzt wieder helfen und sich in diesem Muster stabilisieren.

Welche Worte verwenden Sie? Worte, die Mut machen? Oder Worte, die entmutigen?

Wie achten Sie auf Ihre Sprache?


Ich wünsche Ihnen, dass sie die richtigen Worte für sich finden :)

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Judith Menne  - Neue Straße 26 - 30989 Gehrden - 05108-92 56 43

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