Die Macht der Gedanken



Die Wortwahl programmiert das Gehirn.


Die Worte, die du wählst, können dein Gehirn verändern.


Dr. Andrew Newberg, ein Neurowissenschaftler an der Thomas Jefferson Universität und Mark Robert Waldmann, ein Kommunikationsexperte, die beide an dem Buch ”Words Can Change Your Brain” (Worte können dein Gehirn verändern) mitwirkten, schrieben darin ”Ein einziges Wort hat die Macht die Expressionen von Genen zu beeinflussen, die körperlichen und emotionalen Stress regulieren.”

Wenn wir positive Worte verwenden, wie ”Liebe” und ”Frieden” können wir die Funktion des Gehirns ändern. Durch positive und stärkende Wort wird das kognitive Denken erhöht und Bereiche in unserem Frontallappen gestärkt. Das Verwenden positiver Wörter kann die Motivations-Zentren des Gehirns aktivieren.

Umgekehrt, wenn wir negative Worte verwenden, verhindern wir, dass bestimmte Neuro-Chemikalien produziert werden, die dazu beitragen, das Stressniveau zu managen. Von Natur aus sind wir dazu gemacht, uns zunächst Sorgen zu machen. So schützen sich die Menschen seit Ur-Zeiten vor gefährlichen Situationen und sichern das Überleben.


Wenn wir negativen Worten und Begriffen erlauben, in unsere Gedanken zu gelangen, erhöhen wir die Aktivität im Angst-Zentrum unseres Gehirns (Amygdala) und verursachen Stress-Hormone, die unser System überfluten. Diese Hormone und Neurotransmitter unterbrechen die Logik- und Argumentations-Prozesse im Gehirn und hemmen die normale Funktionalität. Newberg und Waldmann schreiben: ”Wütende Worte senden Alarmmeldungen durch das Gehirn und sie fahren teilweise die Logik-und Argumentations-Zentren herunter, die in den Frontlappen liegen.”

Ein Auszug aus ihrem Buch sagt uns, wie die „richtigen“ Worte buchstäblich unsere Realität ändern:

”Durch das Halten eines positiven und optimistischen Wortes in deinem Kopf, stimulierst du die Frontallappen-Aktivität. Dieser Bereich umfasst spezifische Sprachzentren, die direkt verbunden sind mit dem motorischen Cortex und verantwortlich sind dafür, dich in Aktion zu bringen. Und wie unsere Forschung gezeigt hat, desto länger du dich auf positive Worte konzentrierst, desto mehr beginnst du damit, andere Bereiche des Gehirns zu beeinflussen.

Funktionen im Scheitellappen beginnen sich zu verändern, was deine Wahrnehmung von dir selbst verändert, sowie auch von den Menschen, mit denen du interagierst. Eine positive Sicht auf dich selbst zu haben, wird dich darauf ausrichten, das Gute in anderen zu sehen, während ein negatives Selbstbild dich darauf ausrichten wird, Verdacht und Zweifel zu haben. Im Laufe der Zeit verändert sich die Struktur deine Thalamus als Antwort auf deine bewussten Worte, Gedanken und Gefühle und wir glauben, dass die Thalamus-Änderungen die Art und Weise beeinflussen, wie du die Realität wahrnimmst.”


Eine Studie, die von „Positive Psychology“ durchgeführt wurde, arbeitete die Auswirkungen von positiven Worten weiter aus. Einer Gruppe von Erwachsenen im Alter von 35-54 Jahren, wurde eine tägliche Aufgabe gegeben, drei Dinge aufzuschreiben, die an diesem Tag gut liefen, einschließlich der Erklärung, warum. Die nächsten drei Monate zeigte, wie ihr Grad an Glück weiter anstieg und ihre Gefühle von Depression rückläufig waren. Durch die Fokussierung und Reflektion auf positive Gedanken und Gefühle, können wir unser allgemeines Wohlbefinden verbessern und die Funktionalität unseres Gehirns erhöhen.

Auf welche Worte konzentriert sich deine Energie? Wenn du bemerkst, dass dein Leben nicht ”prima” ist, versuche ein Notizbuch mit dir zu tragen, um zu verfolgen, wie oft du negative Worte verwendest. Du wirst überrascht sein, wie einfach die

Lösung ist, ein besseres Leben zu haben. Ändere deine Worte und du veränderst dein Leben.

Die Forschung hat gezeigt: Je länger wir uns auf positive Wörter konzentrieren, umso mehr werden davon auch andere Hirnregionen beeinflusst.


Negative Wörter schränken das Denken ein

Negativ besetzte Wörter hingegen halten das Gehirn davon ab, bestimmte Botenstoffe zu produzieren, die für ein gutes Stressmanagement nötig sind. Die Aktivität im Angstzentrum, der Amygdala, nimmt zu und stresserzeugende Hormone werden durch unsere Blutbahnen gepumpt. Unser logisches Denken schränkt sich ein.

Das war in früheren Zeiten wichtig, als Sorgen und Anspannung für unser Überleben notwendig waren und wir schnell und ohne Nachdenken handeln mussten (plötzlich auftauchende Tiger, Dinosaurier, Monster). Unser Gehirn sollte nie eine Glücksmaschine sein, sondern unser Überleben sichern. Bei Ärger geschieht ähnliches, wie Newberg und Waldman schreiben:

„Worte des Ärgers senden Alarmsignale durch das Hirn und lassen das kognitive Verständnis im Frontallappen herunterfahren.“


Wie der Dalai Lama sagte: „In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz.“

Und dazu reichen schon einzelne Wörter.


Positive Gedanken lassen sich trainieren

Zum Glück können wir das trainieren. Jeder von uns.


Noch mal die Autoren:

„Durch intensives Wiederholen positiver Worte, positiver innerer Bilder und Gefühle können sogar jene, die genetisch eher zum Unglücklichsein neigen, ihr Gehirn neu strukturieren und eine optimistischere Einstellung zum Leben gewinnen.“


Verändere Deine Worte und Du veränderst Dein Leben.

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Judith Menne  - Neue Straße 26 - 30989 Gehrden - 05108-92 56 43

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